KI-Agenten in der Praxis2 Min.
Vier Regeln für die Arbeit mit KI-Agenten
Wie ich Projekte mit KI-Werkzeugen entwickle: Aufgaben klar zuschneiden, Belege verlangen, erst entwerfen, Entscheidungen festhalten.
Die Aufgabe: eine Web-App mit Anmeldung, Datenbank und Chat entwickeln – neben weiteren Projekten. Die Lösung: KI-Werkzeuge mit klar verteilten Aufgaben und vier festen Regeln. Das Ergebnis lässt sich nachprüfen, weil jeder Schritt einen Beleg hat.
Wie die Arbeit verteilt ist
Ein KI-Assistent hilft bei der Planung. Mit ihm kläre ich, was als Nächstes dran ist, wo die Risiken liegen und was bewusst liegen bleibt. Am Ende steht ein Auftrag: ein Text mit Ziel, Grenzen und der Antwort auf die Frage, woran man erkennt, dass die Arbeit fertig ist.
Ein Coding-Agent setzt diesen Auftrag im Code um, schreibt Tests und stellt das Ergebnis online.
Architektur, Reihenfolge der Aufgaben und die Abnahme auf der laufenden Seite gehören zu meiner Rolle als Entwickler und Integrator.
Vier Regeln
Eine Aufgabe, ein Chat. Ein Agent, der drei Dinge gleichzeitig erledigen soll, verliert leicht den Faden. Deshalb bekommt jede Aufgabe ihren eigenen Chat – und im Projekt arbeitet immer nur ein Agent.
Fertig heißt: mit Beleg. Ein bestandener Test, ein Screenshot, ein Link auf die laufende Seite. „Ist erledigt“ ohne Beleg zählt nicht.
Erst das Bild, dann der Code. Bevor eine neue Ansicht gebaut wird, gibt es einen Entwurf. Erst wenn der passt, wird programmiert.
Entscheidungen werden aufgeschrieben. Jede wichtige Entscheidung bekommt eine Nummer und steht in einer Datei. Der Agent liest sie, bevor er anfängt. So beginnt kein Gespräch bei null.
Was dabei schiefgeht
Agenten sind schnell und klingen sicher – auch dann, wenn sie sich irren. Ohne Belegpflicht bekäme ich Antworten, die gut klingen und nicht stimmen.
Die zweite Falle: Mit Agenten geht vieles schnell, also wächst der Plan schneller als das Ergebnis. Dagegen hilft eine kurze Liste: was jetzt dran ist – und was warten muss.
Warum das Protokoll zählt
Auf „müsste passen“ verlasse ich mich nicht. Es gibt Checklisten, Übergaben und ein Protokoll, in dem steht, wer was wann geprüft hat. Je selbstständiger ein Agent arbeitet, desto wichtiger ist dieses Protokoll.